Verjährung

 

Was bedeutet Verjährung?

 

Alle zivilrechtlichen Ansprüche unterliegen der gesetzlichen Verjährung. Dazu gehören auch alle arbeitsrechtlichen Ansprüche wie z.B. der Lohnanspruch, der Anspruch auf Überstundenvergütung und der Urlaubsabgeltungsanspruch.

 

Bei Eintritt der Verjährung kann der Schuldner im Prozess die Verjährungseinrede erheben, was dazu führt, dass der Anspruch nicht durchgesetzt werden kann. Der Gläubiger verliert dann praktisch seinen Zahlungsanspruch.

 

Wie lange beträgt die Verjährung?

 

Seit dem 01.01.2002 gilt eine einheitliche Verjährungsfrist von drei Jahren. Diese gilt für die allermeisten arbeitsrechtlichen Ansprüche.

 

Vorsicht: Viele Tarifverträge und Arbeitsverträge enthalten sogenannte Ausschluss- oder Verfallfristen. Diese können Ansprüche wesentlich früher vernichten- und dies oft schon nach wenigen Monaten. Auf die gesetzliche Verjährungsfrist von drei Jahren kommt es nicht mehr an, wenn die Ausschlussfrist abgelaufen ist.

 

Wie berechnet sich die Verjährung?

 

Die regelmäßige Verjährungsfrist beginnt nach § 199 Abs. 1 BGB mit dem Schluss des Jahres, in dem

der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger von den den Anspruch begründenden Umständen und der Person des Schuldners Kenntnis erlangt oder ohne grobe Fahrlässigkeit erlangen müsste. Die Verjährung knüpft also immer an ein objektives Element (Entstehen des Anspruchs) und ein objektives Element (Kenntnis des Gläubigers vom Bestehen des Anspruchs und Person des Schuldners).

 

Beispiel:

 

Der Arbeitgeber zahlt für April 2012 keine Überstundenvergütung, obwohl sie vertraglich vereinbart ist.  Die Vergütung beträgt nach den Berechnungen des Arbeitnehmers 750,00 € brutto. Der Anspruch verjährt spätestens am 31.12.2015. Denn der Anspruch entsteht Ende April 2012 und der Arbeitnehmer kennt den Grund des Anspruchs (Vertrag) und seinen Gläubiger (Arbeitgeber).

 

 

 

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